Antifaschistische Demonstrationen am 09.10. in Freiberg und am 16.10. in Leipzig

Faschismus und Rechtsradikalismus ist ein Problem, das ganz Europa und in Deutschland vor allem den gesamten sächsischen Raum betrifft. Wir möchten daher aufrufen die folgenden Veranstaltungen bekannt zu machen und zu unterstützen:

„Aber hier leben? Nein danke!“ – 09.10. ab 14 Uhr am Bahnhof Freiberg

Demonstration aus Solidarität mit den Opfern rechter Brandanschläge, für mehr emanzipatorische Räume in den Provinzen, gegen die mediale Verbreitung der sogenannten Extremismustheorie und natürlich rechte Umtriebe in Freiberg. Den vollen Aufruf finden Sie hier.

Gegenaktivitäten gegen 4 geplante Nazidemonstrationen in Leipzig – 16.10. ab den frühen Morgenstunden in Leipzig

Nach mehreren misslungen Demonstrationen in diesem Jahr (wie z.B. dem 13. Februar in Dresden) versuchen die Nazis in Leipzig einen neuen, regelmäßigen Nazigroßaufmarsch in Ostdeutschland zu installieren um ihre Position zu stärken und für Jugendliche weiterhin attraktiv zu bleiben. Das Sternmarsch-Konzept der Neo-Nazis wird außerdem auch als Probelauf für den 13. Februar 2010 beworben. Nähere Infos finden Sie hier.

Pirna, 08.10. Pirna – Solidaritätkundgebung für „Stuttgart 21″-GegnerInnen

Letzte Woche eskalierte der Streit um den Bau eines neuen Prestige-Bahnhofs in Stuttgart. Siehe dazu das Flugblatt einiger Libertärer aus Dresden (hier klicken). Am 08.10. findet dazu eine Kundgebung in Pirna statt, um sich solidarisch mit den Protestierenden zu zeigen. Treffpunkt ist 13 Uhr auf der Gartenstraße in Bahnhofsnähe.

4 rechte Brandanschläge in 2 Wochen

In den vergangenen 2 Wochen kam es zu vier rechtsmotivierten Brandanschlägen in und um Dresden. Davon richteten sich drei gegen links-alternative Zentren und einer gegen eine jüdische Einrichtung. Im gleichen Zeitraum kam es jedoch auch zu zwei kraftvollen, antifaschistischen Demonstrationen, die Lage bleibt jedoch weiter bedrohlich.

Eine kurze Chronik:

  • Nacht vom 16. zum 17.08.: Kurz nach dem Todestag von Rudolf Heß kommt es zu einem Nazi-Angriff auf das links-alternative Kultur- und Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden-Löbtau. Bei diesem werden mehrere Fensterscheiben eingeworfen.
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    Antifaschistische Demonstration in Radeberg am 28.08.

    Schon seit Jahren sind in Radeberg und Umgebung vermehrt Aktivitäten zu beobachten, welche eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Aufkleber mit nationaler und ausländerfeindlicher Propaganda, Schmierereien mit nazistischen Inhalt und faschistische Parolen sind Alltag in Radeberg. Die „autonomen Nationalisten“ treten gegenüber Menschen, welche nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, immer gewaltbereiter entgegen.

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    Neonazis marschierten beim Festumzug zum Stadtfest

    Quelle: Antifa Radeberg

    Radeberg. Eine kleine Stadt in der Nähe von Dresden, die vor allem für ihr Bier bekannt ist. Dieser Bierkult wird einmal im Jahr mit einem drei tägigen Fest gehuldigt – dem Bierstadtfest. Den Höhepunkt fand dieses Spektakel letzten Sonntag, den 08. August in einem großen Festumzug von der Radeberger Brauerei zum Markt. Neben vielen lokalen Vereinen, Verbänden und dem OB Gerhard Lemm (SPD), beteiligten sich dieses Jahr auch 6-7 Neonazis (u. A. auch Radeberger NPD Stadtrat Simon Richter) unangemeldet an dem Umzug. Etwa 50 Meter hinter dem Stadtoberhaupt trugen sie ein Transparent mit der Aufschrift „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ spazieren und verteilten eifrig Flugblätter mit weiteren demokratiefeindlichen Äußerungen und der Forderung nach „Nationalen Sozialismus“. Dieser „Sozialismus“ der Nazis jedoch, predigt die Selbe Ideologie des Kapitalismus, vom Wettbewerb und Chancengleichheit à la „wer sich anstrengt, kann es auch schaffen“ (also das Gutheißen des Kampfes Jeder gegen Jeden). In Nazi-Logik heißt dies „das Recht des Stärkeren“. Eben diesen Konkurrenzgedanken heben Nazis lediglich auf eine internationale Ebene. In ihrem „Sozialismus“ kämpfen nicht die Einzelnen ums Überleben, sondern die „Völker“. Das hat natürlich nichts mit Sozialismus zu tun. Es ist eine kapitalistische Logik, nur eben auf Ethnien bezogen, mit den bekannten rassistischen, kriegerischen und vernichtenden Konsequenzen. Ihr krankes rassistisches Weltbild ergänzen sie also noch mit einer höchst einfältigen Kapitalismuskritik.

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    Bericht: 1. Antifaschistischer Abend in Pirna

    Quelle: Antifa Pirna

    Am Samstag (24.07.) fand erstmals durch Initiative einer Einzelperson ein antifaschistischer Abend in Pirna statt. Die Resonanz war leider eher gering, was wohl auch dem schlechten Wetter geschuldet war.

    Daneben fuhr die Polizei, auf Grundlage der Anmeldung der Veranstaltung, die für 500 Personen ausgelegt wurde, ein Aufgebot einer Hundertschaft aus Leipzig auf (nach Einschätzung waren es BFE-Einheiten) und etliche Zivilpolizisten. Zudem wurde der Veranstaltungsort vom Sonnenstein wegen einer parallel stattfindenden Veranstaltung und befürchteter Angriffe durch Nazis durch die Polizei an den Steinplatz neben das Parkhaus verlegt. Dort wurde dann kräftig Drum’n‘Bass aufgelegt, wobei nächstes Mal mehr Musikabwechslung nicht schlecht wäre. Doch so richtig Stimmung wollte durch die erhöhte Polizeipräsenz nicht aufkommen (Sicherung aller Zugänge zu der Feier und schikanöse Vorkontrollen). 22 Uhr war dann vorerst Schluss, bevor noch einige wenige Menschen auf einem Privatgelände weiterfeierten.

    Insgesamt kann Mensch sagen, das es für eine erste Veranstaltung in dem Maße eine gute Sache war, die leider durch schlechtes Wetter und ein überzogenes Polizeiaufgebot, das anscheinend zur Kriminalisierung der Veranstaltung diente nicht ganz den erwünschten Effekt erzielt hatte. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen, dann feiern wir halt wieder!

    Konzert: Dritte Wahl am 17.07. in Rathmannsdorf

    Am 17. Juli findet in Rathmannsdorf, bei Bad Schandau in Mitten der Sächsischen Schweiz ein Konzert der Deutschpunkband „Dritte Wahl“ und der alternativen Sebnitzer Band „Iowa Cryes“ statt.

    Für alternative Jugendliche in der Sächsische Schweiz, eine der braunsten Regionen Deutschlands, stellt dieses Konzert nach langer Zeit mal wieder einen Lichtblick dar.

    Innerhalb der Region gibt es keine, vor Nazis sicheren, Treffpunkte. Ob in der Schule oder im Dorf sind alternative Jugendliche, die Courage gegen Nazis zeigen, immer wieder aufs neue gefährdet.

    Nach verschiedenen Angriffen auf linke Personen in Pirna, Sebnitz und Umgebung, brauchen solche Veranstaltungen besondere Solidarität und Unterstützung.

    Deswegen kommt alle zum Konzert der Dritten Wahl und feiert zusammen – ohne Nazis.

    Love music – hate facism!

    Am 17.07. ab 18 Uhr am Sebnitzbach 6 in Rathmannsdorf

    Hier gibt es einen Flyer um die Veranstaltung selbst zu bewerben.